natürlich sehe ich auch die Effekte dieser größten Disruption aller Zeiten. Aktuell machen sich viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld Sorgen. Aber es gibt wichtige Stellhebel, die ich wichtig finde, nicht unerwähnt zu lassen, und ich finde es wichtig, jetzt gestalten zu wollen und nicht zu verzagen.
1. Volkswirtschaftlich erhöht KI vor allem die Produktivität. Es ist darum wirklich wichtig, zu fragen, wie dieser Produktivitätszuwachs verteilt wird.
2. KI ermöglicht auch neue Aufgaben, die nicht durch, sondern mit der KI erledigt werden. So wie es bei Dampfmaschine oder Grafik-PCs auch passiert ist. Ich analysiere Teams in Change-Prozessen heute schneller und mit einer Vielzahl von Hypothesen mit KI, aber eine KI allein würde es so nicht tun.
3. 25% der Weltbevölkerung leben in Verhältnissen, in denen mehrere fundamentale Infrastrukturen fehlen. (3,4 Mrd. ohne Sanitärversorgung, 2,2 Mrd. ohne sauberes Wasser etc.) Der Gedanke, dass wir alle bald nichts mehr zu tun haben, ist angesichts der Realitäten außerhalb von Wissensarbeit in den Industrienationen eher nicht naheliegend.
4. Es gibt viele Bereiche, in denen wir langsame, unzuverlässige, aber vor allem intuitive – eben menschliche – Arbeit zunehmend schätzen werden:
- sozial-emotionale Bereiche
- rechtlich/ethische Entscheidungen
- Umgang mit Widersprüchen, Aushandeln von Kompromissen
- physische Arbeit in unstrukturierten Umgebungen (z.B. Umwelt- und Artenschutz)
- Menschen begeistern und inspirieren
etc.
Dies sind herausfordernde Zeiten, aber umso mehr ist es wichtig, auf vielen Ebenen zu versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen. Persönlich und gesellschaftlich.
absolut, lieber Thomas, das ist eine wichtige Ergänzung meiner naturgemäß an einigen Punkten verkürzten Analyse. Wir MÜSSEN viel tun. Werkunterricht in Schulen etwa, die Akademikerübertreibung korrigieren, frühe Stärkenorientierung. Und eine Menge von dem ich weniger Ahnung habe. Danke jedenfalls, ich freue mich sehr, wenn mein Beitrag zum Diskutieren anregt und die Perspektiven erweitert.
Bitte den zirkulären Gedanken auch für die KI denken. Wenn Wissensarbeit abgeschafft, bezieht sich die KI nur noch auf sich selbst. Und damit auf die bereits generierten Ergebnisse …
Aktuell antwortet & flötet ChatGPT mit einem - du hast recht ! Das ist nicht korrekt…Soll ich for Dich weiter recherchieren ..
Wenn der wissensarbeiter fehlt ,stirbt langfristig auch die Kontrolle & Fähigkeit zur Bewertung
Ja, aber schau dir mal Claude an. Ich bin nur eine kleine Anwenderin, keine absolute First Moverin, aber was mir Leute gezeigt haben, die da was von verstehen - das ist eine neue Dimension gegenüber dem flötenden Chatbot.
Wir brauchen keine Steuern auf KI. Wir brauchen Steuern auf CO² und Konsum. Statt Lohnsteuer Verbrauchssteuern; niedrig auf Grundbedarf wie Essen und Kleidung und Kultur, aber hoch auf Luxusgüter und Energie. Das ist schon seit Jahrzehnten fällig, "belastet" aber die produzierenden Betriebe, wird also unter einer konservativen, wirtschaftshörigen Politik nicht passieren.
Energie ist die Achillesferse der KI. Menschen denken nämlich langsamer, aber immer noch um ein Vielfaches energieeffizienter.
Wie beurteilst du jene Meldung, wonach KI die Arbeit verdichtet?
Liebe Svenja,
natürlich sehe ich auch die Effekte dieser größten Disruption aller Zeiten. Aktuell machen sich viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld Sorgen. Aber es gibt wichtige Stellhebel, die ich wichtig finde, nicht unerwähnt zu lassen, und ich finde es wichtig, jetzt gestalten zu wollen und nicht zu verzagen.
1. Volkswirtschaftlich erhöht KI vor allem die Produktivität. Es ist darum wirklich wichtig, zu fragen, wie dieser Produktivitätszuwachs verteilt wird.
2. KI ermöglicht auch neue Aufgaben, die nicht durch, sondern mit der KI erledigt werden. So wie es bei Dampfmaschine oder Grafik-PCs auch passiert ist. Ich analysiere Teams in Change-Prozessen heute schneller und mit einer Vielzahl von Hypothesen mit KI, aber eine KI allein würde es so nicht tun.
3. 25% der Weltbevölkerung leben in Verhältnissen, in denen mehrere fundamentale Infrastrukturen fehlen. (3,4 Mrd. ohne Sanitärversorgung, 2,2 Mrd. ohne sauberes Wasser etc.) Der Gedanke, dass wir alle bald nichts mehr zu tun haben, ist angesichts der Realitäten außerhalb von Wissensarbeit in den Industrienationen eher nicht naheliegend.
4. Es gibt viele Bereiche, in denen wir langsame, unzuverlässige, aber vor allem intuitive – eben menschliche – Arbeit zunehmend schätzen werden:
- sozial-emotionale Bereiche
- rechtlich/ethische Entscheidungen
- Umgang mit Widersprüchen, Aushandeln von Kompromissen
- physische Arbeit in unstrukturierten Umgebungen (z.B. Umwelt- und Artenschutz)
- Menschen begeistern und inspirieren
etc.
Dies sind herausfordernde Zeiten, aber umso mehr ist es wichtig, auf vielen Ebenen zu versuchen, das Heft in die Hand zu nehmen. Persönlich und gesellschaftlich.
absolut, lieber Thomas, das ist eine wichtige Ergänzung meiner naturgemäß an einigen Punkten verkürzten Analyse. Wir MÜSSEN viel tun. Werkunterricht in Schulen etwa, die Akademikerübertreibung korrigieren, frühe Stärkenorientierung. Und eine Menge von dem ich weniger Ahnung habe. Danke jedenfalls, ich freue mich sehr, wenn mein Beitrag zum Diskutieren anregt und die Perspektiven erweitert.
Bitte den zirkulären Gedanken auch für die KI denken. Wenn Wissensarbeit abgeschafft, bezieht sich die KI nur noch auf sich selbst. Und damit auf die bereits generierten Ergebnisse …
Aktuell antwortet & flötet ChatGPT mit einem - du hast recht ! Das ist nicht korrekt…Soll ich for Dich weiter recherchieren ..
Wenn der wissensarbeiter fehlt ,stirbt langfristig auch die Kontrolle & Fähigkeit zur Bewertung
Ja, aber schau dir mal Claude an. Ich bin nur eine kleine Anwenderin, keine absolute First Moverin, aber was mir Leute gezeigt haben, die da was von verstehen - das ist eine neue Dimension gegenüber dem flötenden Chatbot.
Nun ja Claude (Schreiben, Consulting hat grundsätzlich ggüber ChatGPT ein anderes Anwendungsgebiet.
Ja, das höre ich ganz oft. Burnout, weil man nicht etwa weniger, sondern viel mehr arbeitet und noch viel weniger sieht, was dabei herauskommt.
Wir brauchen keine Steuern auf KI. Wir brauchen Steuern auf CO² und Konsum. Statt Lohnsteuer Verbrauchssteuern; niedrig auf Grundbedarf wie Essen und Kleidung und Kultur, aber hoch auf Luxusgüter und Energie. Das ist schon seit Jahrzehnten fällig, "belastet" aber die produzierenden Betriebe, wird also unter einer konservativen, wirtschaftshörigen Politik nicht passieren.
Energie ist die Achillesferse der KI. Menschen denken nämlich langsamer, aber immer noch um ein Vielfaches energieeffizienter.